Medizin: Heilkunst zum Nutzen eines Erkrankten

Medizin: Heilkunst zum Nutzen eines ErkranktenDas Wort Medizin leitet sich ab aus dem lateinischen Begriff ars medicina. Es bedeutet „Heilkunst“, „Heilkunde“. Um diese Kunst bzw. Kunde zum Nutzen eines Erkrankten auszuüben, entwickelten sich in den verschiedenen Kulturkreisen unterschiedliche Methoden.

Westliche Schulmedizin

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird in der westlichen Welt mit dem Begriff Medizin die Schulmedizin verbunden. Die Schulmedizin ist die im Westen entwickelte und etablierte Methode, Krankheiten mit wissenschaftlichen Methoden zu diagnostizieren und darauf aufbauend einen Therapieansatz zu entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Tätigkeitsbereich ist die Entwicklung von vorbeugenden Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit.

Bei der Vorgehensweise der westlichen, wissenschaftlich geprägten Medizin werden aus den Symptomen eines Patienten seine möglichen Krankheiten abgelesen. Der Mediziner leitet nach einer eingehenden manuellen Untersuchung den Erkrankten weiter, um durch den Einsatz von geeigneten medizinischen Untersuchungsgeräten, die immer häufiger aus hochmodernen elektronischen Bauteilen bestehen, explizite Untersuchungsergebnisse vorgelegt zu bekommen. Unter Einbeziehung der bereits vorliegenden eigenen manuellen Untersuchungsergebnisse findet der Mediziner zu einem Heilungskonzept, das in einem Therapieplan Umsetzung findet.

Geschichte der westlichen Medizin

Die Medizin, wie sie in der heutigen Zeit in unserem Kulturkreis Krankheiten vorbeugt, erkennt und behandelt, entwickelte sich bereits im Altertum in den europäischen Hochkulturen Griechenlands und Roms. Die medizinischen Kenntnisse der Germanen, Kelten und anderer früher Völker wurden assimiliert und fanden Eingang in die mittelalterliche medizinische Literatur durch Anwendung in den ärztlichen Praxen, in Klöstern über das Wissen über Kräuter und Heilweisen weiser Menschen, die damals als Hexen bzw. Hexer verfolgt wurden.

In der Zeit der Aufklärung wurden die Naturwissenschaften in den Fokus gesetzt. Diese Tatsache wirkte sich bedeutungsvoll auf die weitere Entwicklung der westlichen Medizin aus. Das intuitive und das traditionelle Wissen musste den naturwissenschaftlichen Prüfungen unterzogen werden und was durch diese Verfahren nicht als wissenschaftlich nachweisbar als wirkungsvoll erachtet wurde, wurde aus den medizinischen Verfahren ausgeschlossen.

Mit der stetig fortschreitenden Entwicklung immer effizienter und detaillierter arbeitender Geräte wurde das Gesundheitswesen im vergangenen Jahrhundert im Westen revolutioniert. Immer bessere Methoden verhelfen immer mehr Menschen zu schnellerer Gesundheit und oft zu einer deutlichen Verlängerung der Lebenszeit.

Medizin in anderen Kulturkreisen

Medizin in anderen KulturkreisenIn weiten Teilen der Welt hat sich die oft bereits vor Jahrtausenden entwickelte einheimische Heilkunst erhalten können. Diese Formen der Medizin existieren in diesen Ländern neben der vom Westen übernommenen Schulmedizin bis heute und werden lebhaft praktiziert.

In den letzten Jahrzehnten haben sich traditionelle Formen der Heilkunde aus China, Indien sowie die Medizin der nord- und südamerikanischen Indianer bis zu uns verbreitet. Zunächst kritisch von Schulmedizinern betrachtet, konnten sich ins besondere die Traditionelle Chinesische Medizin und die Heilkunst des alten Indien, der Ayurveda, auf der ganzen Welt westlich-wissenschaftliche Anerkennung erwerben. Beide werden in immer stärkerem Maße auch in unserem Kulturkreis eingesetzt. Sie sind insbesondere geeignet, chronische Erkrankungen zu lindern und zu heilen.

Sowohl die chinesische als auch die indische Medizin beziehen in ihren Betrachtungen zur Diagnose sowohl die Situation, die sich aus der Umgebung des Patienten ergibt, als auch die psychologische Komponente für die Heilungsmethoden mit ein.

Beide Richtungen der Medizin sind einerseits eng mit einander verbunden, beeinflussten sich gegenseitig erheblich, entwickelten aber andererseits deutlich zu unterscheidende Philosophien.

Eine Besonderheit für uns im Westen stellt sich in der Behandlung des Begriffes „Medizin“ durch die nordamerikanischen Indianer dar. Hier ist der Begriff auch als ein Synonym zu verstehen. Für Indianer bedeutet eine Medizin eine Zusammenstellung von Gegenständen, die z. B. eine Zusammengehörigkeit zu einer Gruppe, einem Clan oder einer Familie anzeigen. Die Medizin wird immer erst durch bestimmte Rituale aktiviert. In diesem Sinne bedeutet Medizin mehr als das Erkennen und Behandeln von Krankheit. Über den rituellen Akt der Herstellung der Medikamente wirken sowohl Religion, also Glaube an die Kraft des Göttliche, Psychologie und Philosophie mit in die Medizin ein.

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