Meditation: spirituelle Praxis zur Beruhigung und Sammlung des Geistes

Meditation pur!

Meditation Die Meditation ist eine spirituelle Praxis zur Beruhigung und Sammlung des Geistes durch Konzentrations- und Konzentrationsübungen. Es sollen Zustände wie Stille, Leere, Eins-Sein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein erreicht werden. In östlichen Kulturen ist die Meditation eine zentrale Übung zur Erweiterung des Bewusstseins. (1)

In westlichen Kulturen wird die Meditation häufig unabhängig von religiösen Aspekten oder spirituellen Zielen als Entspannungstechnik bzw. zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt. Darüber hinaus wird die Meditation auch im Rahmen der Psychotherapie genutzt. (1)

Im älteren deutschen Sprachgebrauch wird unter „Meditation“ einfach nur das Nachdenken über ein Thema verstanden. (1)

Herkunft des Begriffes Medition

Der Begriff Meditation kann von dem lateinischen Verb meditari abgeleitet werden. Dieses bedeutet so viel wie „nachdenken, nachsinnen, überlegen“. Das Verb ist verwandt mit dem lateinischen Verb mederi, was mit „heilen“ oder „Heilkunst“ übersetzt werden kann. (1)

Häufig wird fälschlicherweise ein etymologischer Bezug zum Stamm des lateinischen Adjektivs medius, „der mittlere“, hergestellt. (1)

Meditation und Religion

Die Meditation ist in vielen Religionen ein wesentlicher Bestandteil: im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus wird unter anderem mithilfe der Meditation nach der Erleuchtung oder dem Erreichen des Nirwana gestrebt; in christlichen, islamischen und jüdischen Traditionen soll das Göttliche unmittelbar erfahren werden. (1)

Die Meditation ist als spirituelle Praxis in unterschiedliche religiöse, psychologische und ethische Lehren eingebunden. (1)

Fernöstliche Traditionen

Im Buddhismus, Hinduismus und Daoismus hat die Meditation eine ähnliche Bedeutung wie das Gebet im Christentum (vgl. Kontemplation). Sie lässt sich gerade in der buddhistischen Tradition in Indien sehr weit zurückverfolgen. So basieren auch das chinesische Chan und das japanische Zen zu weiten Teilen darauf. (1)

Im indischen Yoga entwickelte sich eine vielfältige und traditionsreiche Form der Meditation. So prägen die Sutras im Raja Yoga bis heute viele Techniken: den Umgang mit dem Atem im Pranayama und die systematische Einteilung der Bewusstseinszustände. (1)

Innerhalb der zuvor genannten (und weiterer fernöstlicher) Traditionen werden mit der Meditation ausschließlich spirituelle Ziele verfolgt. (1)

Die Daoistische Meditation ist durch Konzentration, Innenschau und Visualisierungen geprägt. Ihr Ziel ist das Erlangen der Einheit mit dem Dao und die damit einhergehende physische oder spirituelle Unsterblichkeit. (1)

Christliche Traditionen

Die Lectivo devina ist eine Methode der betenden Meditation über Bibeltexte, die aus dem mittelalterlichen Christentum überliefert wurde. Darin werden vier Stufen beschrieben, die zu Gott führen sollen:

  1. lectio (Lesung): das aufmerksame Lesen eines Textabschnitts aus der Bibel. Sie soll das Vernehmen des Wortes Gottes widerspiegeln.
  2. meditation (Meditation): das wiederholte Lesen eines Verses, um diesen gegestandsfrei zu betrachten und über die Worte Gottes nachzudenken.
  3. oratio (Gebet): hier wird auf die Ansprache des Gottes geantwortet
  4. contemplatio (gegenständliche Betrachtung, Kontemplation): es soll im Dialog mit Gott verweilt werden, idealerweise mündet dies in die kontemplative Gemeinschaft mit Gott. (1, 2)

Vor allem in mystischen Traditionen wurden solche „geistlichen Übungen“ durchgeführt, um den Verstand und das Denken zur Ruhe kommen zu lassen. Teilweise geriet die Mystik im Christentum in Verruf, weil sie als im Widerspruch zum Christentum stehend angesehen wurde. Allerdings finden sich bis heute standardisierte Elemente einer meditativen Praxis: so z. B. in den geistlichen Übungen des Ignatius von Loyola, einigen benediktinischen und franziskanischen Traditionen sowie in der Ostkirche im Hesychasmus. (1)

Meditation und Wohlbefinden

In westlichen Ländern wie Deutschland wird die Meditation häufig unabhängig von der Relegion und spirituellen Inhalten zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt. Sie dient hier vor allem als Entspannungstechnik. Aber auch der Einsatz im Rahmen der Psychotherapie wird praktiziert. (1)


Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.org: Meditation, abgerufen am 30.10.2012.
  2. Wikipedia.org: Lectio divina, abgerufen am 01.11.2012.

Verschlagwortet mit

Beitrag weiterempfehlen

MH

Autor:

Ähnliche Beiträge

Badesalz: Mineralische Substanz

Als Badesalz wird eine mineralische Substanz bezeichnet, die in Wasser aufgelöst wird. Badesalz kann unterschiedlich zusammengestellt sein und entsprechend pflegende wie wohltuende Eigenschaften haben. Mit …