Taijiquan: Kampfkunst für Vitalität und Selbstverteidigung

Kraft Schöpfen!

TaijiquanTaijiquan (auch Tai Chi Chuan, Tai Chi Quan oder Schattenboxen) ist eine Kampfkunst die im Kaiserreich China entwickelt wurde und sich heute großer Popularität erfreut. Taijiquan gehört zur Familie der „inneren Kampfkünste“, die der Legende nach ihren Ursprung in den Wudang-Bergen haben sollen. (1)

Ursprünge des Taijiquan

Wo genau die Ursprünge des Taijiquan liegen, ist aktuell noch ungeklärt. Nach einer Überlieferung aus Yin und Yangdem 12. Jahrhundert sei der Begründer der fernöstlichen Kampfkunst ein taoistischer Eremit namens Chang San Feng gewesen:

Der Erzählung nach beobachtete der Eremit aufmerksam den Kampf zwischen einem Kranich und einer Schlange. Während der Kranich immer wieder wild mit dem Schnabel zu stach, wich die Schlange allen Attacken aus, und konzentrierte sich mit gezielten Bissen auf die ungeschützten Stellen des Vogels. Dieser musste nach jeder Angriffsbewegung lange ausholen; so konnte die Schlange mit ihren fließenden Bewegungen die Schwachpunkte des Kranichs ausnutzen, um schließlich den Kampf gewinnen.

Fasziniert von dem effektiven Kampfverhalten der Schlange habe Chang San Feng die Bewegungen übertragen und schließlich das Taijiquan entwickelt. (2)

Taijiquan im Taoismus

Taoismus ist eine „Energiewissenschaft“, welche eine sehr lange chinesische Geschichte hat. Taoisten studierten wissbegierig Körper, Geist und Kosmos, auf deren Grundlage sie eine Lebensweise entwickelten, die Gesundheit, äußere und mentale Stärke, sowie Harmonie fördern sollte.

Der Mensch wird hier mit Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet. Leidet die Seele, schwäche dies genauso den Körper, und umgekehrt. Damit der Mensch so in Einklang mit sich und der Umwelt leben kann, wurden mehre wichtige Praktiken entwickelt. (2) Hierzu gehören:

Gesundheitsfördernde Aspekte und Selbstverteidigung Harmoniegefühl durch Tai Chi Chuan

Tai Chi ist ein Jahrhunderte altes Bewegungssystem mit meditativen Bewegungsabläufen. Ziel des Unterrichts ist die Kultivierung des Qi’s (Lebensenergie aus der TCM) in den Meridianen, sowie dessen bewusste Steuerung. So wird das Qi im Körper gezielt gefördert, um im Alltagsleben als Kraftquelle zu dienen, aber auch um in Notwehrsituationen große Mengen an Energie zur Verteidigung bereit zu stellen. (2)

Heutzutage kennen wir das Taijiquan vor allem als Entspannungstraining. Der Bewegungsablauf wird als „weich“ und „geschmeidig“ beschrieben, und mit der Zeit sollen sich die Muskeln immer weiter entspannen. Auch die Gelenke sollen nach und nach immer mehr an Bewegungfreiheit gewinnen. Weiterführend können die langsamen, kontrollierten Bewegungen den Praktizierenden schnell in einen Flow-Zustand versetzen. (2)

Das Taijiquan schlägt also eine Brücke zwischen drei wichtigen Bereichen:

  • Selbstverteidigung in Gefahrensituationen
  • Stärkung der Muskulatur und Beweglichkeit der Gelenke
  • Steigerung der Vitalität und aktive Entspannung vom Alltagsstress (2)

Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.de: Taijiquan, https://de.wikipedia.org/wiki/Taijiquan, aufgerufen am 24.01.2019
  2. Tai-Chi.de: Geschichte des Tai Chi Chuan, https://www.tai-chi.de/bereich_taichi/html/geschichte.html, aufgerufen am 25.01.2019

 

RR

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