Pranayama: Indische Bezeichnung für Atmung

PranayamaPranayama ist die indische Bezeichnung für eine gezielte Atmung. Dabei können verschiedene Techniken zum Einsatz kommen, welche vor allem im Yoga von Bedeutung sind.

Mit Pranayama ist zudem eine spirituelle Philosophie verbunden.

Bekannte Formen von Pranayama sind die Wechselatmung, während die Bauchatmung eine grundlegende Methode der indischen Philosophie darstellt.

Pranayama kann auch für die tägliche Praxis genutzt werden. Dazu zählt vor allem die Umstellung auf eine Bauchatmung. Auf diese Weise können die inneren Organe vermehrt angeregt werden.

Definition und Herkunft

Pranayama in der indischen Philosophie

YogaPranayama ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet etwa „Kontrolle über das Leben“ (1). Hinter der Bezeichnung steht jedoch die Verbundenheit des Menschen mit der kosmischen Energie. Pranayama ist zudem als eine yogische Technik und Methode aus Indien bekannt geworden.

In Deutschland ist mit Pranayama vor allem eine kontrollierte Weise der Atmung gemeint. Diese wird vor allem im Yoga praktiziert und beinhaltet unterschiedliche Arten der Ein- und Ausatmung über Mund oder Nase.

Der Atem als Leben

Nach indischer Philosophie ist mit Pranayama zudem der Prozess der Energieaufnahme gemeint. Die universelle Lebensenergie (Prana) wird dabei aufgenommen, sodass eine Verbundenheit mit der kosmischen Energie ermöglicht wird. (2)

Durch Pranayama können zudem je nach Klima unterschiedliche Qualitäten von Prana aufgenommen werden. Mit der Atmung nimmt der Menschen auch alle Elemente (Wasser, Erde, Äther und Feuer in Form von Temperatur) auf.

Pranayama im Yoga

AsanaPranayama spielt vor allem in der Yogapraxis eine wichtige Rolle. Dort wird die jeweilige Atemtechnik bewusst im Rahmen einer Yogastunde geübt. Doch auch eine allgemeine kontrollierte und rhythmische Bauchatmung während der Übungen gehört zur Yogapraxis dazu.

Pranayamaübungen erfolgen meist in der Anfangsphase der Yogastunde und dienen dazu den Körper vermehrt mit Sauerstoff zu versorgen und dadurch anzuregen. Die Atemtechnik kann dabei unterschiedlich sein. Bekannt sind etwa Wechselatmung, Feueratmung oder Vollatmung.

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Mit Pranayama können auch die inneren Organe stimuliert werden, weil sich die Bauchdecke gezielt kontraktiert. Dieser Effekt lässt sich noch verstärken, wenn die Atmung auch bewusst in den jeweiligen Asanas eingesetzt wird. Dabei lässt sich die jeweilige Körperdehnung verstärken.

Eine rhythmische Atmung in Zusammenspiel mit den Asanas ist beim Yoga ebenfalls üblich. So wird bei jeder Bewegung entsprechend ein- oder ausgeatmet. Der Beginn eine Übung oder die Anspannung wird vom Einatmen begleitet, das Ende der Übung oder die Entspannung mit einem Ausatmen.

Pranayama in der Praxis

BauchatmungBeim Pranayama lenkt der Praktizierende seine Aufmerksamkeit gezielt auf die Atmung und versucht diese zu kontrollieren. In der Praxis erfordert diese viel Übung. Üblicherweise erfolgt die Pranayama Praxis zunächst mit einer Umstellung auf die Bauchatmung.

Die Brustatmung bietet im Vergleich zur Bauchatmung eine weniger starke Sauerstoffversorgung und Durchblutung. Bei der Bauchatmung wird beim Einatmen der Bauch nach außen gewölbt und beim Ausatmen wieder eingezogen. Der Brustkorb bleibt dabei still.

Wenn diese Grundlage beherrscht wird, dann erfolgt die Wechselatmung durch jeweils ein Nasenloch. Dabei wird durch ein Nasenloch eingeatmen, die Nase mit den Fingern verschlossen, der Atmen gehalten und abschließend durch das andere Nasenloch wieder ausgeatmet. (3)

In fortgeschrittener Praxis versucht der Praktizierende die gezielte Wechselatmung durch ein Nasenloch durchzuführen ohne das andere dabei schließen zu müssen. Ferner wird der Prana in bestimmte Körperbereich gelenkt. Zunächst in das Sonnengeflecht (Solarplexus) und dann nach Bedarf in andere Regionen.


Quellenverzeichnis

  1. Verma, Vinod (1998): Gesundheit durch Yoga und Ayurveda, 1. Aufl., Neuhausen am Rheinfall, Urania Verlags AG, S. 199.
  2. Verma, Vinod (1998): Gesundheit durch Yoga und Ayurveda, 1. Aufl., Neuhausen am Rheinfall, Urania Verlags AG, S. 200f.
  3. Verma, Vinod (1998): Gesundheit durch Yoga und Ayurveda, 1. Aufl., Neuhausen am Rheinfall, Urania Verlags AG, S. 204f.
MZ

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